Entwicklung einer Methodik zur Identifizierung von Hochwasserentstehungsgebieten


Nach § 100b des Sächsischen Wassergesetzes werden „Gebiete vorwiegend in den Mittelgebirgs- und Hügellandschaften, in denen bei Starkniederschlägen oder bei Schneeschmelze in kurzer Zeit starke oberirdische Abflüsse eintreten können, die zu einer Hochwassergefahr in den Fließgewässern und damit zu einer erheblichen Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung führen können“, als Hochwasserentstehungsgebiete bezeichnet. „In den Hochwasserentstehungsgebieten ist das natürliche Wasserversickerungs- und Wasserrückhaltevermögen zu erhalten und zu verbessern.“

Diese Gesetzeslage war Veranlassung, eine Methodik zur Identifizierung von Hochwasserentstehungsgebieten in dem von der EU geförderten Projekt ELLA zu entwickeln. Diese Methodik basiert auf der Auswertung von Geoinformationen mit Hilfe eines Expertensystems hinsichtlich der dominierenden Abflussbereitschaft einer Fläche. Durch die Verwendung von Niederschlagsinformationen erfolgt anschließend die genaue Abgrenzung von Hochwasserentstehungsgebieten. Mit dieser methodischen Bestimmung wurde eine wichtige und wesentliche Voraussetzung geschaffen, um künftig gezielt und mit hoher Effizienz vorbeugende Hochwasserschutzmaßnahmen ergreifen zu können.

Auftraggeber: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Projektpartner: Internationales Hochschulinstitut Zittau