Optimierung des Grundwassermessnetzes am Linken Niederrhein


Zur Reduzierung der Aufwände beim Grundwassermonitoring wurde im Auftrag der Linksniederrheinische Entwässerungsgenossenschaft (LINEG) untersucht, wie und mit welcher Güte ausgehend von einem Basismessnetz auf Grundwasserstände benachbarter Messstellen geschlossen werden kann. Multiple Korrelationsanalysen, individuell für jede Messstelle durchgeführt, erlaubten für jede potentiell zu substituierende Messstelle die am besten zur Abschätzung des Grundwasserstandes geeigneten Messstellen des Basismessnetzes auszuweisen. Unter Verwendung der individuell gewählten Messstellen des Basismessnetzes wurde für jede potentiell zu substituierende Messstelle eine Regressionsbeziehung ermittelt, die zur Beschreibung des Wasserstandes verwendet werden kann.

Abbildung: Gegenüberstellung von mittels Regressionsbeziehung ermittelten (blaue Kreuze) und beobachteten Werten (schwarz).

In einem weiteren Schritt wurde jede Zeitreihe des Messnetzes analysiert und charakterisiert. Es wurden Trends, Amplituden, Minima und Maxima sowie die zeitliche Verteilung der Extremwerte ausgewiesen. Auf der Basis dieser Untersuchungen kann die LINEG künftig Messstellen ausweisen, die für eine Reduzierung des Messtaktes in Frage kommen. Die Untersuchungsergebnisse geben Hinweise, wie der Messtakt verändert werden kann, ohne dass die markanten Charakteristika des Grundwassergangs bei der Beobachtung verloren gehen.